{"id":3317,"date":"2024-02-07T16:30:36","date_gmt":"2024-02-07T15:30:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kloentaltriennale.ch\/hinterland\/dev\/?p=3317"},"modified":"2024-08-14T10:33:04","modified_gmt":"2024-08-14T08:33:04","slug":"planen-kann-man-das-nicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kloentaltriennale.ch\/hinterland\/dev\/?p=3317","title":{"rendered":"\u00abPLANEN KANN MAN DAS NICHT\u00bb"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Im Glarner Hinterland entwickelte sich in den 1980er-Jahren eine eigenst\u00e4ndige Kulturszene. G\u00fcnstiger Wohn- und Arbeitsraum waren dazu eine Voraussetzung. Ebenso massgebend waren Werner Wiedenmeier und J\u00fcrgen Zumbrunnen als pr\u00e4gende Pers\u00f6nlichkeiten und \u00abZugpferde\u00bb. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>\u00abF\u00fcr uns \u2026 war D. <\/em><em>[<\/em><em>Diesbach<\/em><em>]<\/em><em> etwa das, was f\u00fcr andere Amerika (fr\u00fcher), Neuseeland, Kanada oder Australien bedeutete. Also irgendetwas Fernes, Braches, Leeres, Unentdecktes, das mit den Erfahrungen, die man bis dahin mit Wohn- oder Lebensraum gemacht hatte, nichts Gemeinsames hatte.\u00bb<\/em> (Wiedenmeier, 1983)<em><\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die dritte Kl\u00f6ntal Triennale findet im Legler Areal in Diesbach statt und wird zahlreiche Kunstschaffende und Kunstinteressierte anziehen. Dabei ist der Ort \u2013 das Glarner Hinterland rund um Diesbach \u2013 kein unbeschriebenes Blatt. In den 1980er-Jahren gab es hier eine starke Kulturszene. Von einer Art K\u00fcnstler:innenkolonie im Bannkreis des Schriftstellers Werner Wiedenmeier und seinem Umfeld im Oberdorf von Diesbach ist die Rede und vom Maler und Bildhauer J\u00fcrgen Zumbrunnen, der das ehemalige M\u00e4dchenheim in Betschwanden bewohnte und das Legler-B\u00fcrogeb\u00e4ude in Diesbach als Atelier nutzte. Die Installationsk\u00fcnstlerin Elsbeth Kuchen \u2013 1952 in Glarus geboren, in Luchsingen aufgewachsen und heute in H\u00e4tzingen lebend \u2013 weiss mehr. Auch sie wurde Teil der Hinterl\u00e4nder Kunstszene, als sie nach ihren Stadt-Jahren in Z\u00fcrich 1985 sukzessive ins Glarnerland zur\u00fcckkehrte.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large content_bild\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"640\" src=\"https:\/\/www.kloentaltriennale.ch\/hinterland\/dev\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Legler_Areal_begradigt_SW_-1024x640.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3328\" srcset=\"https:\/\/www.kloentaltriennale.ch\/hinterland\/dev\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Legler_Areal_begradigt_SW_-1024x640.jpg 1024w, https:\/\/www.kloentaltriennale.ch\/hinterland\/dev\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Legler_Areal_begradigt_SW_-300x188.jpg 300w, https:\/\/www.kloentaltriennale.ch\/hinterland\/dev\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Legler_Areal_begradigt_SW_-768x480.jpg 768w, https:\/\/www.kloentaltriennale.ch\/hinterland\/dev\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Legler_Areal_begradigt_SW_-1536x960.jpg 1536w, https:\/\/www.kloentaltriennale.ch\/hinterland\/dev\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Legler_Areal_begradigt_SW_.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-small-font-size wp-block-paragraph\">Legler Areal in Diesbach<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit Elsbeth Kuchen geht es an einem sonnigen Herbsttag auf Spurensuche durch das Legler Areal und das von unz\u00e4hligen Mythen umwobene Oberdorf von Diesbach. Die W\u00e4lder leuchten rundherum unter den weiss angezuckerten, h\u00f6heren Berglagen und -spitzen postkartenartig in allen Farben. Das Hinterland zeigt sich uns von seiner goldenen Seite.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vor dem ehemaligen Legler-Verwaltungsgeb\u00e4ude steht ein bunter Transporter der 3HF-Stiftung. An der T\u00fcr ist zu lesen, dass darin nun die Sammelstelle der Hilfsg\u00fcterzentrale von Hansj\u00fcrg Hess zuhause ist \u2013 \u00absolange der Krieg in der Ukraine andauert\u00bb.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large content_bild\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/www.kloentaltriennale.ch\/hinterland\/dev\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Diesbach_Verwaltunhsgebaeude_sw_-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3326\" srcset=\"https:\/\/www.kloentaltriennale.ch\/hinterland\/dev\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Diesbach_Verwaltunhsgebaeude_sw_-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.kloentaltriennale.ch\/hinterland\/dev\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Diesbach_Verwaltunhsgebaeude_sw_-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.kloentaltriennale.ch\/hinterland\/dev\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Diesbach_Verwaltunhsgebaeude_sw_-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.kloentaltriennale.ch\/hinterland\/dev\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Diesbach_Verwaltunhsgebaeude_sw_.jpg 1400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-small-font-size wp-block-paragraph\">Ehemaliges Verwaltungsgeb\u00e4ude<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Elsbeth Kuchen erz\u00e4hlt: \u00abDas hier war der \u2039Palais Jaune\u203a.\u00bb<a href=\"#_edn1\"><sup>1<\/sup><\/a><sup> <\/sup>Hier fanden in den 1980er-Jahren von J\u00fcrgen Zumbrunnen (1949\u20132016) und Martin Hillmann (*1961) organisierte Konzerte statt. Oder auch Ausstellungen, darunter auch die gemeinsame Ausstellung \u00abHeilige und Narren\u00bb von Elsbeth Kuchen und J\u00fcrgen Zumbrunnen (Maerz, 2.7.1987). Damals teilte der Schweizer K\u00fcnstler das als Atelier gemietete B\u00fcrogeb\u00e4ude mit dem Instrumentenbauer Martin Hillmann. \u00abIm oberen Stock war auch noch die T\u00f6di-Blasmusik eingemietet\u00bb, erinnert sich Kuchen. \u00abIn den Fabrikhallen liefen die modernen Webmaschinen f\u00fcr die Denim-Jeans-Produktion noch auf Hochtouren. Vierundzwanzig Stunden am Tag, sieben Tage die Woche.\u00bb Und im Palais sei es auch im Winter fantastisch warm gewesen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Webmaschinen wurden im Jahr 2001 abgestellt. Die von der Historikerin Kaba R\u00f6ssler kuratierte und im B\u00fcrogeb\u00e4ude gezeigte Ausstellung \u00abJeans made in Diesbach\u00bb liess die eindr\u00fcckliche Denim- und Firmengeschichte von Legler im Jahr 2017 nochmals aufleben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weiter geht es unter der Bahnlinie hindurch zu den heute denkmalgesch\u00fctzten Fabrikhallen. Der Hauswart zieht gerade seine gewohnte Runde im verlassenen Areal, in dem das Wasser der Linth unerm\u00fcdlich seinen Dienst in den noch vorhandenen lukrativen Kraftwerken versieht. Wer hier wohl als N\u00e4chstes einzieht, fragen sich die beiden Spazierg\u00e4ngerinnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>\u00abIn den leeren Fabriken und den Kosth\u00e4usern liessen sich Schulen, Kleinhandwerksbetriebe und Ateliers einrichten. Wir stellen uns eine Provinz vor f\u00fcr Menschen aller Art: F\u00fcr Behinderte, Stadtm\u00fcde, Vorstadt\u00fcberdr\u00fcssige, Alternativbauern, Mystiker, Sonnenanbeter, wer auch immer, nur keine Touristen. Auch Kinderg\u00e4rten und Akademien \u2026<\/em>\u00bb (Wiedenmeier, 1983)<em><\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zukunftsideen, was mit Industriebrachen geschehen k\u00f6nnte, gab es schon viele. W\u00e4hrend im Jahr 1980 die Jugendunruhen Z\u00fcrich in Atem hielten und die IG Rote Fabrik gegr\u00fcndet wurde, fiel im Gespr\u00e4ch von Werner Wiedenmeier mit seinem Freund Andr\u00e9 der Begriff der \u00abIdee D\u00bb. Eine Utopie, die Werner und Christa Wiedenmeier seit ihrem Einzug ins Oberdorf besch\u00e4ftigte. Und mit der sie ihren Z\u00fcrcher G\u00e4sten auch klar machten, dass man in Diesbach mehr als Ferien machen konnte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zuletzt war es die Schweizer Immobilienfirma HIAG, die das Legler Areal 2012 aufkaufte, und w\u00e4hrend einiger Jahre handfest nach kreativen neuen Nutzungen suchte \u2013 und dies gar nicht mal so weit von Wiedenmeiers Ideen entfernt. Die Pl\u00e4ne f\u00fcr das Projekt Swiss Mountain School \u2013 ein Internat samt Sch\u00fcler*innenwohnheim, Restaurant und Sportpl\u00e4tzen \u2013 verfl\u00fcchtigten sich aber ebenso wie ein kurz vor der Realisierung stehendes Co-Working- und Co-Living-Retreat f\u00fcr digitale Nomaden (H\u00e4usler, 2019). Abgeblockt wurde auch das in der \u00d6ffentlichkeit kaum bekannte, von Kaba R\u00f6ssler, Nadine Schneider und Pia Schneider im Jahr 2018 konzipierte Projekt eines Mock-up-Parks, eine Re-use-Idee f\u00fcr Architekturmodelle und Bemusterungen ganzer Geb\u00e4udeteile.<a href=\"#_edn2\"><sup>2<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Statt \u00fcber \u00abTeams and Tribes\u00bb in Diesbach wird im Jahr 2022 jedoch \u00fcber einen Besitzwechsel berichtet: Die Fabrikliegenschaft geh\u00f6rt \u2013 bis auf das rentable Wasserkraftwerk mit Kanal, das bei der HIAG verbleibt \u2013 jetzt der Hochdruckkraftwerk Diesbach AG (HDKW), die seit \u00fcber zwanzig Jahren das Hochdruckkraftwerk Diesbach mit der Wasserfassung oberhalb des Diesbachfalls betreibt und ihre Kraftwerkzentrale im Legler Areal hat. Das knapp drei Hektaren umfassende Landwirtschaftsland rund um die Fabrikliegenschaft kaufte die Gemeinde Glarus S\u00fcd als Bodenreserve. Sie ist auch zu vierzig Prozent an der HDKW AG beteiligt. Ein Abbruch der Geb\u00e4ude ist nicht vorgesehen. Die neuen Besitzer wollen sich f\u00fcr die Umnutzung Zeit lassen (L\u00fcthi, 2020 &amp; Fischli, 2023). Als Zwischenl\u00f6sung werden die Lagerr\u00e4ume vermietet. Kurzum: Die Transformation des Industrieareals harrt weiter einer neuen Nutzung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>\u00abMit der Zeit kamen auch andere Menschen hierher, Geigenbauer, Batikmaler, K\u00fcnstler, Goldschmiede, Kunstschmiede, Sonnenwanderer, Bauern und Dichter. Sie traten abh\u00e4ngig oder unabh\u00e4ngig voneinander in den magischen Bezirk der <\/em><em>\u2039<\/em><em>Idee D<\/em><em>\u203a<\/em><em>.<\/em>\u00bb (Wiedenmeier, 1983)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Jahr 1973 beschlossen Werner Wiedenmeier (*1949) und seine Freundin Christa, von Schiers ins leerstehende Haus von Wiedenmeiers Grossmutter nach Diesbach zu ziehen. An den \u00abOrt der Mutter, mein Mutterland\u00bb, so Wiedenmeier dazu.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00abDie beiden waren noch blutjung, frisch von Schule und Lehrerseminar kommend\u00bb, blickt Kuchen zur\u00fcck. W\u00e4hrend Christa nach einer mehrmonatigen gemeinsamen Reise wieder im Kanton unterrichtete und so f\u00fcr das regelm\u00e4ssige Einkommen sorgte, stieg Werner Wiedenmeier aus dem Lehrberuf aus und schrieb in Diesbach seine H\u00f6rspiele, Poesie- und Kurzprosawerke. Etwa die \u00abTrilogie der ersten S\u00e4tze\u00bb oder \u00abTobias Liebezeit Doppelspuren\u00bb. F\u00fcr sein Schreiben wurde Wiedenmeier vielfach ausgezeichnet. 1981 erhielt er den Kulturf\u00f6rderungspreis des Kantons Glarus und 1986 den Werkbeitrag des Kantons Z\u00fcrich. F\u00fcr das H\u00f6rspiel \u00abWenn die H\u00e4hne kr\u00e4hen\u00bb wurde er 1986 mit dem Radio- und Fernsehpreis der Ostschweizer Radio- und Fernsehgesellschaft (ORG) geehrt. 1989 sprach ihm indes die Glarner Regierung das von der Kulturkommission bereits beschlossene Glarner Werkjahr wieder ab, da sie an seiner satirischen Darstellung Glarner Brauchtums, unter anderem der N\u00e4felser Fahrt und der Landsgemeinde, keine Freude hatte (Play SRF, 1989). Daraufhin richteten ihm Freunde ein alternatives Literatur-Werkjahr Glarus aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Zuzug von Kreativk\u00f6pfen aus dem Unterland ins von Abwanderung betroffene Glarner Hinterland gab in den 1980er-Jahren selbst schweizweit zu reden. Die N\u00e4he zur Natur und niedrige Haus- und Wohnungsmieten in der \u00abbefreienden Provinz\u00bb h\u00e4tten es stadtm\u00fcden Z\u00fcrchern, K\u00fcnstlern und Poeten, Aussteigern oder den sogenannt \u00abAlternativen\u00bb, wie sie auch von den Einheimischen genannt wurden, angetan, so der Tages-Anzeiger. Wobei zwei Welten aufeinandergetroffen seien: Hier \u00abdie Welt der l\u00e4ndlichen Bev\u00f6lkerung, die seit jeher von Fabrikarbeit oder Landwirtschaft gepr\u00e4gt ist\u00bb, dort \u00abdie Welt der Zu- und Weltgewanderten, die ihr bescheidenes Einkommen als Marktfahrer, Kunsthandwerker, Schriftsteller oder Kunstschaffende bestreiten.\u00bb (Beglinger, 1988 &amp; Bieler, 1989) Geschichten, die in der Dorfbeiz f\u00fcr hitzige Diskussionen sorgten, werden bis heute erinnert. Darunter etwa die Aktion mit Hunderten von Flugbl\u00e4ttern mit der Todesanzeige f\u00fcr den Glarner Wald, die bereits anfangs der 1980er-Jahre hinter Windschutzscheiben auf dem Parkplatz von Braunwald geklemmt wurden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large content_bild\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/www.kloentaltriennale.ch\/hinterland\/dev\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Diesbach-Oberdorf_SW_-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3325\" srcset=\"https:\/\/www.kloentaltriennale.ch\/hinterland\/dev\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Diesbach-Oberdorf_SW_-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.kloentaltriennale.ch\/hinterland\/dev\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Diesbach-Oberdorf_SW_-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.kloentaltriennale.ch\/hinterland\/dev\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Diesbach-Oberdorf_SW_-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.kloentaltriennale.ch\/hinterland\/dev\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Diesbach-Oberdorf_SW_.jpg 1400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-small-font-size wp-block-paragraph\">Diesbach, Oberdorf<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Idyllisch kommt das Oberdorf von Diesbach auch an diesem Nachmittag daher. Abseits der Hauptstrasse gelegen, bildet das Ensemble mit einigen braungebrannten Holz-Doppelh\u00e4usern an krummen G\u00e4sschen, wilden G\u00e4rten und einem sch\u00f6nen Brunnen eine eigene Welt. \u00abDie Urgesteine des Oberdorfs waren die Wiedenmeiers und Heinz B\u00e4chler\u00bb, erz\u00e4hlt Elsbeth Kuchen r\u00fcckblickend. Heinz B\u00e4chler (1937\u20132021) \u2013 er wird mit seiner Batikkunst schweizweit bekannt werden \u2013 kaufte damals zwei leerstehende H\u00e4user im Oberdorf. Auch der heute in H\u00e4tzingen lebende K\u00fcnstler und Goldschmied Ulrich (Ueli) Bruppacher (*1954) zog damals ins Oberdorf in Diesbach ein. Der Kontrabass- und Cellobauer Martin Hillmann lernte sein Instrumentenhandwerk w\u00e4hrend acht Jahren bei Geigenbauer Peter Westermann in Diesbach und Z\u00fcrich. Ebenso Markus Ramsauer. Hillmann bleibt auch nach seinem Umzug nach Z\u00fcrich \u00fcber sein Atelier-\/Ferienhaus mit Diesbach verbunden (Hillmann, o. J.). Die aus Z\u00fcrich stammende Museumsfachfrau Kaba R\u00f6ssler (*1960), damals Studentin der Kunstgeschichte und Filmwissenschaft, ist bis heute in ihrem Haus und Garten im Oberdorf anzutreffen (Kuchen &amp; R\u00f6ssler, 2000).<a href=\"#_edn3\"><sup>3<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00abJ\u00fcrgen Zumbrunnen und Werner Wiedenmeier waren zu Beginn eng befreundet und philosophierten n\u00e4chtelang miteinander\u00bb, erinnert sich Elsbeth Kuchen. Bevor Zumbrunnen Maler und Plastiker wurde, hatte der 1946 als Auslandschweizer im Gebiet der sp\u00e4teren DDR geborene und in Davos und Richterswil aufgewachsene K\u00fcnstler die Kunstgewerbeschule Z\u00fcrich und eine Grafiklehre absolviert. Ab 1968 arbeitete er als freischaffender K\u00fcnstler, wobei er 1978\/79 einige Monate in New York verbrachte. Ab 1981 bis 1993 lebte er dann zu einem Drittel in Berlin und zu zwei Dritteln des Jahres in Betschwanden\/Diesbach. Wo er auch draussen, f\u00fcr die Dorfbev\u00f6lkerung gut sichtbar, an seinen markanten, meterhohen Holzskulpturen arbeitete. Auf die Frage, warum es ihn vom Z\u00fcrichsee ins Glarnerland verschlagen habe, antwortete er einmal, \u00abweil hier so viel leere Fabrikr\u00e4ume stehen, die sich als Atelier eignen w\u00fcrden.\u00bb Im Jahr 1984 konnte er das leere M\u00e4dchenheim an der Linth mieten, \u00abmein Landschloss mit 13 Zimmern und vollgestopft mit Bildern\u00bb, wie er dazu sagte (Bieler, 1989).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00abIch lernte J\u00fcrgen Zumbrunnen 1985 per Zufall kennen, als ich abends mit dem letzten Zug mit einer Ausstellung im Gep\u00e4ck ins Glarnerland fuhr\u00bb, so Elsbeth Kuchen. Er habe ihr sofort beim Transportieren geholfen. Schon bald kam es zum gegenseitigen Vorstellen von Werken, zu Meinungsaustausch und weiteren Kontakten. \u00abWir alle brachten damals Leute aus der Stadt hierher, J\u00fcrgen vor allem aus Berlin und Richterswil.\u00bb Dazu z\u00e4hlten zum Beispiel der Goldschmied Bernhard Schobinger oder die Fotografin Annelis \u0160trba und andere mehr. \u00abJ\u00fcrgen hatte immer Kontakte nach aussen und machte sein Haus auf. Er scherzte jeweils, er sei ein verarmter Landadliger, der gern Hof halte. Die Leute kamen gern aus der Stadt hierher. Wir kochten zusammen, assen miteinander und entwickelten Ideen. Daf\u00fcr war der Ort ideal. Wir haben uns gegenseitig unterst\u00fctzt, wenn jemand eine Ausstellung machte. Es war immer jemand aktiv. Man hat einander eingeladen und mitgenommen. Das ist gewachsen, planen kann man das nicht.\u00bb<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Hinterland bot Freiraum, um allein oder zusammen k\u00fcnstlerisch zu arbeiten. Verschiedene Kunstschaffende kamen projektbezogen nach Diesbach. W\u00e4hrend des Sommers 1987 arbeitete Zumbrunnen in einer Ateliergemeinschaft mit dem Bildhauer Enrico Mattioli (1955\u20131991) oder 1991 mit dem Bildhauer Alex Herzog (*1958). Gemeinsam stellten Zumbrunnen und Mattioli in der Fabrik Hefti in H\u00e4tzingen 1987 ihre Holzskulpturen aus (Mattioli, 1993).<a href=\"#_edn4\"><sup>4<\/sup><\/a> Dar\u00fcber hinaus zeigte auch das Kunsthaus Glarus in den Jahren 1984 und 1990 Bilder und Skulpturen von J\u00fcrgen Zumbrunnen. Wobei die Kunsthaus-Ausstellung 1984 mit Mary Derungs (*1945) stattfand. Die heute in H\u00e4tzingen wohnende K\u00fcnstlerin war bereits 1978 ins Glarnerland gezogen und auch mit der Diesbacher Kunst-Szene befreundet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Freiraum im Hinterland fand anfangs der Neunzigerjahre sodann auch die in Luzern geborene K\u00fcnstlerin Simone Ch. Wicki (1955\u20131997). \u00dcber Kaba R\u00f6ssler konnte sie in R\u00fcti ein Atelier mieten, das zunehmend zum Lebensraum wurde, in dem sie Begegnungen mit Freundinnen und Freunden pflegte (Kock Marti, 1998).<a href=\"#_edn5\"><sup>5<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zur\u00fcck von der Utopie auf dem Land und der \u00abIdee D\u00bb in die Gegenwart. Wie ging es weiter? Was ist geblieben?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Werner Wiedenmeier ist der Traum von der \u00abIdee D\u00bb nicht aufgegangen. Er lebt seit vielen Jahren in Z\u00fcrich. Christa Wiedenmeier blieb mit den beiden Kindern im Oberdorf und positionierte sich bis zu ihrer Pensionierung als Kunstvermittlerin im Kunsthaus Glarus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">J\u00fcrgen Zumbrunnen zog 1993 vollends in die Grossstadt Berlin, wo er bereits zuvor einen Teil des Jahres gelebt hatte. Dort, wo er auch mit seinen theatralischen, symbolischen und oft auch r\u00e4tselhaften Bildern Anklang fand. Er starb 2016 in Affoltern am Albis. Inwieweit er die \u00abIdee D\u00bb geteilt hat, ist nicht bekannt. Mit den Leuten im Glarner Dorf hatte er eher wenig zu tun. Er f\u00fchlte sich wenig integriert und empfand es wohl auch als Manko, von den Zentren der Kultur isoliert zu sein (Bieler, 1989). Zumbrunnen h\u00e4tte allenfalls das M\u00e4dchenheim gekauft, wenn der Kanton auf den Wanderweg durch das Grundst\u00fcck verzichtet h\u00e4tte, meint Kuchen. Er starb 2016 und hinterliess ein umfangreiches Werk.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Etwa die H\u00e4lfte der damaligen Szene zog es nach einigen Jahren zur\u00fcck in die Stadt, sei dies aus beruflichen oder privaten Gr\u00fcnden. \u00abDiejenigen aber, die geblieben sind, haben das Glarnerland vielfach kulturell gepr\u00e4gt\u00bb, res\u00fcmiert Elsbeth Kuchen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Glarner K\u00fcnstlerin verkl\u00e4rt das Hinterland nicht. \u00abF\u00fcr mich war es ein Gl\u00fcck, hier gute Begegnungen zu haben.\u00bb Bereits 1990 und 1994 habe sie im Kunsthaus Glarus raumf\u00fcllende Installationen pr\u00e4sentieren k\u00f6nnen. \u00abIch hatte zwar auch Heimweh nach der Stadt und den Leuten dort. Ich bin aber wegen des Freiraums geblieben. Hier kann ich G\u00e4ste haben oder nicht, machen, was ich will, habe Platz zum Arbeiten\u00bb, so Kuchen. Und mit ihrem 1992 geborenen Sohn Matias erst recht, der an ihrer Wohnstrasse in H\u00e4tzingen mit vielen Kindern aus verschiedenen Kulturen aufwachsen konnte. Sie \u00fcberlegt nochmals kurz: \u00abDas war mein Punkt zu bleiben.\u00bb<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full content_bild\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"605\" height=\"640\" src=\"https:\/\/www.kloentaltriennale.ch\/hinterland\/dev\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Elsbeth_FullSizeRender_SW_.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3327\" srcset=\"https:\/\/www.kloentaltriennale.ch\/hinterland\/dev\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Elsbeth_FullSizeRender_SW_.jpg 605w, https:\/\/www.kloentaltriennale.ch\/hinterland\/dev\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Elsbeth_FullSizeRender_SW_-284x300.jpg 284w\" sizes=\"auto, (max-width: 605px) 100vw, 605px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-small-font-size wp-block-paragraph\">Polaroid, Elsbeth Kuchen<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besten Dank an Elsbeth f\u00fcr die R\u00fcckblende mit mir.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><strong>Literatur<\/strong>:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beglinger, Martin (1988, 13. Januar). Eng ist das Tal, zu eng f\u00fcr zwei Welten. <em>Tages-Anzeiger<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bieler, Carl (1989, 7. Juli). Auf der Suche nach der heilen Welt im Glarner Hinterland. <em>Tages-Anzeiger<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fischli, Daniel (2023, 18. Februar). Die neuen Eigent\u00fcmer des Legler-Areals lassen sich Zeit. <em>S\u00fcdostschweiz<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">H\u00e4usler, Marco (2019, 8. Februar). Neues Leben in alter Spinnerei. <em>S\u00fcdostschweiz<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kock Marti, Claudia (1998, 6. August). Frei-Raum f\u00fcr Simone Ch. Wicki. <em>S\u00fcdostschweiz<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kuchen, Elsbeth, R\u00f6ssler, Kaba (2001) (Hrsg.). <em>Fotografien und 16-mm-Filme aus dem Nachlass Sch\u00f6nwetter 1897\u20131996<\/em>. Limmat Verlag.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">L\u00fcthi, Marco (2020, 18. April). Ein \u00abindustrielles Bijou\u00bb mit bis zu 300 G\u00e4sten pro Tag. <em>S\u00fcdostschweiz<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Maerz, Andr\u00e9 (1987, 2. Juli). Im Palais Jaune in Diesbach: E. Kuchen\/J. Zumbrunnen stellen aus. <em>Glarner Nachrichten<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Maerz, Andr\u00e9 (1987, 5. November). Holzskulpturen von Enrico Mattioli und J\u00fcrgen Zumbrunnen. Vom Umgang mit der dritten Dimension. <em>Glarner Nachrichten<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Maerz, Andr\u00e9 (1987, 28. November). Zur Ausstellung von J\u00fcrgen Zumbrunnen und Enrico Mattioli: Verwandt und doch gegens\u00e4tzlich. <em>Glarner Nachrichten<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Maerz, Andr\u00e9 (1990, 10. April). Scheeles Panoptikum. Bilder und Skulpturen von J\u00fcrgen Zumbrunnen im Kunsthaus Glarus. <em>Glarner Nachrichten<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Marti, Petsch (1984, 3. Mai). Werke von Mary Z. Derungs und J\u00fcrgen Zumbrunnen im Kunsthaus Glarus: Werke aus zwei Welten vorgestellt. <em>Glarner Nachrichten<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Enrico Mattioli <\/em>(1993). Katalog zur Ausstellung Kunsthaus Glarus, 19. Mai bis 11. Juli 1993<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weidmann-Zweifel, Afra (1993). <em>Tal der Linth<\/em>, Baeschlin-Verlag.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wiedenmeier, Werner (1983). <em>Tobias Liebezeit Doppelspuren<\/em>. Edition f\u00e4derehalter, Tufertschwil. Illustriert von Walter Dick.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zumbrunnen, J\u00fcrgen (1983). <em>Zeichenblock<\/em>. Verlag um die Ecke, Z\u00fcrich. Kartoniert (Klappenbroschur).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><strong>Online<\/strong>:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Art Dock Z\u00fcrich(2015).<em> Chantal Wicki<\/em> \u00fcber J\u00fcrgen <em>Zumbrunnen.<\/em> \u00a9Alfred Preisig <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?app=desktop&amp;v=BJ-ARs6se74\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?app=desktop&amp;v=BJ-ARs6se74<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hillmann, Martin. <a href=\"https:\/\/www.hillmann-baesse-celli.ch\/martin-hillmann\">https:\/\/www.hillmann-baesse-celli.ch\/martin-hillmann<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Play SRF. Antenne (1969, 20. November). <em>J\u00fcrgen Zumbrunnen in der Galerie Schobinger, Z\u00fcrich<\/em>.<br><a href=\"https:\/\/www.srf.ch\/play\/tv\/antenne\/video\/vernissage?urn=urn:srf:video:68a81b61-2a49-4a1e-a70c-2bc20e5c1356\">https:\/\/www.srf.ch\/play\/tv\/antenne\/video\/vernissage?urn=urn:srf:video:68a81b61-2a49-4a1e-a70c-2bc20e5c1356<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Play SRF. DRS Aktuell (1989, 1. Mai). <em>Kultur Glarus<\/em>. <a href=\"https:\/\/www.srf.ch\/play\/tv\/drs-aktuell\/video\/kultur-glarus?urn=urn:srf:video:5bc83acb-175a-4e02-9c9b-823bda8dcbb7\">https:\/\/www.srf.ch\/play\/tv\/drs-aktuell\/video\/kultur-glarus?urn=urn:srf:video:5bc83acb-175a-4e02-9c9b-823bda8dcbb7<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Play SRF. Schweiz Aktuell (1993, 15. April). <em>K\u00fcnstler Exodus<\/em>.<br><a href=\"https:\/\/www.srf.ch\/play\/tv\/schweiz-aktuell\/video\/kuenstler-exodus?urn=urn:srf:video:70cd4075-49ad-4688-b058-008e1833c097\">https:\/\/www.srf.ch\/play\/tv\/schweiz-aktuell\/video\/kuenstler-exodus?urn=urn:srf:video:70cd4075-49ad-4688-b058-008e1833c097<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">R.C.K. Kunststiftung (2004).<em> Zumbrunnen, J\u00fcrgen \u2013 Mikado \u2013 2004 (Slideshow Entstehung des Werkes)<\/em>.<br><a href=\"https:\/\/rck-kunststiftung.org\/kuenstler-t-z\/juergen-zumbrunnen\/\">https:\/\/rck-kunststiftung.org\/kuenstler-t-z\/juergen-zumbrunnen\/<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">R\u00f6ssler, Kaba, Schneider, Nadine. <em>Imachine<\/em>. <a href=\"https:\/\/www.imachine.ch\">https:\/\/www.imachine.ch<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wikipedia. <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Werner_Wiedenmeier\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Werner_Wiedenmeier<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">PS: Ich weiss nun etwas mehr \u00fcber die Herkunft unseres \u00abT\u00fcrw\u00e4chters\u00bb.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large content_bild\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.kloentaltriennale.ch\/hinterland\/dev\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Tuerwaechter-Engi_-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3329\" srcset=\"https:\/\/www.kloentaltriennale.ch\/hinterland\/dev\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Tuerwaechter-Engi_-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.kloentaltriennale.ch\/hinterland\/dev\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Tuerwaechter-Engi_-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.kloentaltriennale.ch\/hinterland\/dev\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Tuerwaechter-Engi_.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-small-font-size wp-block-paragraph\">Skulptur von J\u00fcrgen Zumbrunnen (seit 1992 in Privatbesitz, Engi)<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ednref1\">1<\/a> Eigentlich war das von Andr\u00e9 (Andi) Maerz gemietete Atelier auf den Namen \u00abPalae schon\u00bb getauft worden, ein Wortspiel, das aber schon damals niemand verstand. Das Haus war urspr\u00fcnglich gelb und nicht rosa angestrichen wie heute.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a id=\"_edn2\" href=\"#_ednref2\">2<\/a> In Zusammenarbeit mit Architekten, Landschaftsgestalterinnen, Studierenden von der ETH und aus der Architekturakademie Mendrisio sowie unter Einbezug der lokalen Bev\u00f6lkerung sollte mit diesem Projekt das Areal einen wesentlichen Beitrag zur Standortentwicklung von Glarus S\u00fcd leisten und mit Handwerksbetrieben, Ausstellungen und Veranstaltungen zu einem Arbeits-, Lebens- und Kulturraum werden. Siehe auch <a href=\"https:\/\/www.imachine.ch\">https:\/\/www.imachine.ch<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ednref3\">3<\/a> Bis heute verbindet Kaba R\u00f6ssler Freundschaften aus diesem Personenkreis, so zum Beispiel auch mit Elsbeth Kuchen. Gemeinsam erarbeiteten die beiden im Auftrag des Kantons den Nachlass der Fotografen Sch\u00f6nwetter Glarus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ednref4\">4<\/a> \u00abIch hatte schon einige monumentale Skulpturen geschaffen. Enrico war schockiert. Er f\u00fchlte sich herausgefordert, aber nicht bedroht durch mich. Wir waren zu verschieden\u00bb, erinnerte sich Zumbrunnen an diese Zusammenarbeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"#_ednref5\">5<\/a> Mit der thematischen Ausstellung \u00abR\u00f6cke\u00bb im Kunsthaus Glarus wurde Wicki 1995 auch den Glarner Kunsthausbesuchenden bekannt, die sich intensiv mit dem Rollenbild der Frau und den Bildern von Frauen auseinandersetzte. Im Jahr 1998 widmete das Kunsthaus Glarus der in Haslen fr\u00fch verstorbenen K\u00fcnstlerin eine Retrospektive.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Glarner Hinterland entwickelte sich in den 1980er-Jahren eine eigenst\u00e4ndige Kulturszene. 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